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USZ nimmt neue Anlage zur Aufbereitung von Medizinprodukten in Betrieb

Medienmitteilung

29. Juni 2020

Die rund 2’000 Quadratmeter umfassende Einrichtung ist eine der europaweit modernsten ihrer Art. Sie dient der Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von chirurgischen Instrumenten und leistet einen Beitrag zur weiteren Steigerung der Patientensicherheit. Zudem ermöglicht sie, den künftigen Standort USZ Flughafen mit Sterilgütern zu versorgen.

Mehrfach verwendbare Operationsinstrumente wie zum Beispiel Klemmen, Pinzetten, Skalpelle oder Endoskope müssen nach einem operativen Eingriff für einen erneuten Einsatz bereitgemacht werden. Für das Universitätsspital Zürich (USZ) übernimmt diese Aufgabe ab sofort die im Juni in Betrieb genommene Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP). Pro Jahr werden hier rund 3.6 Millionen Instrumente aufbereitet, mit denen die täglich rund 90 operativen Eingriffe am USZ durchgeführt werden.

Die AEMP löst die in die Jahre gekommene Zentralsterilisation auf dem USZ Campus ab. Sie trägt zur weiteren Steigerung der Patientensicherheit bei und ermöglicht es, neben dem Kernareal zusätzlich auch das ambulante Gesundheitszentrum USZ Flughafen mit Sterilgütern zu versorgen. Dort werden im Oktober die ersten Patienten behandelt. Nicht zuletzt erlaubt die AEMP mit ihren zusätzlichen Kapazitäten künftiges Wachstum des Spitals.

Im Reinraum sterilisiert

In der AEMP werden die Instrumente zuerst in der Nasszone in Einzelteile zerlegt, vorgewaschen und desinfiziert. Im Reinraum findet die Qualitätskontrolle statt sowie bei Bedarf die Wartung. Zerlegte Geräte werden wieder zusammengebaut, abgepackt und sterilisiert. Der zur Sterilisation notwendige Dampf wird vor Ort mit Reinstwasser produziert. Im Reinraum gelten strengste Hygiene-Richtlinien. Die Luft wird zehn Mal pro Stunde gewechselt und so filtriert, dass 99,995 % aller Partikel zurückgehalten werden.

Mehrfach redundante Systeme

Eine hohe Versorgungssicherheit der AEMP ist für das USZ zentral: Ohne sterilisierte Instrumente können die Chirurgen nicht operieren. Mehrfach redundante Systeme in der Gebäudetechnik sorgen dafür, dass der Betrieb nicht stillsteht. Fällt der Strom aus, kommt ein Notstromdiesel zum Einsatz. Um den strenger werdenden regulatorischen Anforderungen an Wartung, Instandhaltung, Lagerung, Transport und Umgang mit Instrumenten gerecht zu werden, führt das USZ mit der AEMP Industriestandards ein, welche die Mindestvorgaben in vielen Bereichen übertreffen. Die Professionalisierung des Bereichs geht einher mit dem neuen Berufsbild des Medizinproduktetechnologen, die sich um die Bewirtschaftung der Medizinprodukte kümmern. In der AEMP werden zwei Lernende ausgebildet. Um die Nachhaltigkeit der Anlage zu erhöhen, wird die Abwärme in die Heizung des Gebäudes zurückgespiesen. Zudem ist die AEMP an die Fernwärme und Fernkälte der Stadt Schlieren angeschlossen.

Das USZ bietet die Dienstleistungen im Bereich Reinigung, Desinfektion und Sterilisation in naher Zukunft auch Dritten an. Es hat die Möglichkeit, die entsprechenden Kapazitäten stufenweise auszubauen. Die AEMP ist Teil des USZ Logistik- und Servicezentrums in Schlieren, das auch das Zentrallager und das Bildungszentrum des USZ beherbergt. Für das logistische Plattform-Konzept, welches Synergien zwischen diesen Bereichen ermöglicht, wurde das USZ mit dem Swiss Logistics Award 2018 ausgezeichnet.


  • 1) Nassbereich vor dem Reinraum

     

     


  • 2) Siebe mit Operationsinstrumenten

     

     


  • 3) Medizinproduktetechnologin beim Warten von Instrumenten

     

     


  • 4) Instrumentenkontrolle

     

     


  • 5) Beladung eines Sterilisators

     

     


  • 6) Mitarbeitende bei der Kommissionierung

     

     


  • 7) Aussenansicht Logistik- und Servicezentrum

     

     

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Ansprechpartner für Fragen
Unternehmenskommunikation
Universitätsspital Zürich
Tel.: +41 (0)44 255 8620

; E-Mail: medien@usz.ch


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