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Nebenschilddrüsenoperation

Bei den Nebenschilddrüsen (Glandula parathyreoidea) handelt es sich um vier linsengrosse bis erbsengrosse Drüsen, die beidseits am oberen und unteren Pol der Schilddrüse anliegen. In Ausnahmefällen können auch noch weitere Drüsen vorliegen. Diese finden sich dann meist im Brustraum und können eine Folgeoperation notwendig machen, da sie häufig erst nach Entfernung der "regulären" Nebenschilddrüsen aktiv werden. Aufgabe der Nebenschilddrüsen ist die Produktion des Nebenschilddrüsenhormones, welches Parathormon (= PTH) genannt wird. Dieses Hormon ist verantwortlich für die Regulation des Elektrolythaushaltes, insbesondere des Kalziumhaushaltes und des Phosphathaushaltes.

Erkrankungen und Therapie

Erkrankungen, die eine Operation der Nebenschilddrüsen notwendig machen, gehen mit einer Überfunktion, also mit einer überschiessenden Produktion von Parathormon einher. Man spricht dann von einem Hyperparathyreoidismus (= HPT). Abhängig von der Ursache und der Dauer der Nebenschilddrüsenüberfunktion erfolgt dann die weitere Einteilung in primären, sekundären und tertiären Hyperparathyreoidismus.

Beim primären HPT liegt die Ursache für die Überfunktion in einer Erkrankung der Nebenschilddrüsen selbst. Man findet entweder gutartige Tumoren, sogenannte Adenome, oder eine gesteigerte Funktion oder Vergrösserung (Hyperplasie) aller Drüsen (Vierdrüsenerkrankung).

Der sekundäre und tertiäre HPT ist die Reaktion auf eine Erkrankung anderer Organe. Hierbei handelt es sich fast immer um Nierenerkrankungen, die mit einer Störung des Elektrolythaushaltes einhergehen und somit eine Aktivierung der Nebenschilddrüsen und eine vermehrte Produktion von Parathormon auslösen. Wenn die Grunderkrankung schnell behoben, beziehungsweise behandelt werden kann, ist auch die vermehrte Nebenschilddrüsenaktivität rückläufig. Hat die Grunderkrankung jedoch länger angedauert, “gewöhnen” sich die Nebenschilddrüsen an die vermehrte Produktion. Selbst wenn dann die eigentliche Ursache beseitigt wird, finden sich weiterhin erhöhte Hormonspiegel im Blut. Häufig findet man dann auch eine Vergrösserung (= Hyperplasie) einer oder mehrerer Drüsen. Die ist auch der Grund, warum Patientinnen und Patienten nach Nierentransplantation einen Hyperparathyreoidismus entwickeln können und sich einer Nebenschilddrüsenoperation unterziehen müssen.

Einmalige Therapiemöglichkeit am USZ

Wird die Schilddrüse entfernt, kann es zu einer gestörten Calcium-Regulation kommen. Eine neue Hightech-Kamera sorgt dafür, dass die zuständigen Nebenschilddrüsen bei der Operation geschont werden.

Verantwortliche Fachpersonen

Christian Gutschow, Prof. Dr. med.

Leitender Arzt, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie
Leiter Chirurgie oberer Gastrointestinaltrakt (Upper-GI) und Endokrine Chirurgie, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie
Leiter Magen- und Ösophagustumorzentrum, Comprehensive Cancer Center Zürich

Spezialgebiete: Chirurgie oberer Gastrointestinaltrakt (Upper-GI) und Endokrine Chirurgie
Tel. +41 44 255 97 23

Diana Vetter, PD Dr. med.

Oberärztin meV, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie
Koordinatorin Schilddrüsentumorzentrum, Comprehensive Cancer Center Zürich

Spezialgebiete: Chirurgie oberer Gastrointestinaltrakt (Upper-GI) und Endokrine Chirurgie
Tel. +41 44 255 97 23

Samuel Aemisegger

Clinical Nurse, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie

Spezialgebiete: Chirurgie oberer Gastrointestinaltrakt, Endokrine Chirurgie
Tel. +41 44 255 97 67

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