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Eberli Gruppe

Das Tissue Engineering (TE) ist ein schnell wachsendes Forschungsgebiet der regenerativen Medizin. Ziel ist es, bei einer Erkrankung neue Alternativen zum Spenderorgan zu schaffen. Das Prinzip des Tissue Engineering besteht aus der Isolierung von Zellen aus einer Biopsie und deren Vermehrung in Zellkultur. Danach werden die Zellen auf eine Matrix ausgesät, wo sie sich wieder zu einem Gewebskonstrukt formen können. Das neue Gewebe oder funktionelle Organ kann schliesslich wieder dem Patienten oder der Patientin eingepflanzt werden.

Ein grosser Vorteil des TE ist die Behandlungsmöglichkeit unabhängig von knapp verfügbaren Spenderorganen. Da beim TE patienteneigene Zellen verwendet werden, kann auch eine mögliche Immunabwehr des transplantierten fremden Organs verhindert werden. Innerhalb unserer Forschungsgruppe untersuchen wir die Anwendung dieser personalisierten Medizin bei weiblicher Harninkontinenz.

Einen zweiten Forschungsschwerpunkt unserer Arbeitsgruppe bilden die verbesserten Diagnose- und Therapieverfahren beim Prostatakrebs, der häufigsten Krebsart bei Männern in der Schweiz. Wir untersuchen wie sich die Inhibition zellulärer Autophagie-Prozesse in Kombination mit Hormontherapien auf den Krebs auswirken. Des Weiteren erforschen wir neue Verfahren zur verbesserten Diagnose des Prostatakrebses mithilfe von Magnetresonanztomographie (MRI) und PSMA-PET (Sichtbarmachung des Prostata-Spezifisches Membran-Antigens mithilfe von Positronen-Emissions-Tomographie). Ausserdem entwickeln wir mit der Liquid Biopsy («Flüssigbiopsie») eine neue Analyse-Methode, mit welcher wir von Prostatakrebszellen abgesonderte, blutbasierte extrazelluläre Vesikel nachweisen können. Dieses sensible Nachweisverfahren soll es erlauben, den aggressiven Krebs besser diagnostizieren und überwachen zu können.

Kontakt

Für allgemeine Fragen zu unserer Forschung steht Ihnen Prof. Daniel Eberli gerne zur Verfügung.

Tel. +41 44 255 55 40