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Knocheninstabilitäten nach Tumor oder Metastasen Behandlung

Einige gut- und bösartige Systemerkrankung können im Knochen entstehen oder aber viel häufiger in Form von Absiedlern, sogenannten Metastasen, sich dort ausbilden. Von den bösartigen Tumoren metastasierend häufig Lunge, Brust, Prostata, Niere und Schilddrüse in den Knochen, sodass hier ein besonderes Augenmerk daraufgelegt werden muss. Andere Erkrankungen wie z.B. das sogenannte Lymphom können sich ebenso im Knochen niederschlagen und eine Instabilität durch Tumore verursachen. Oftmals äussert sich dies durch Schmerzen in diesem Knochenabschnitt des Stammskelettes oder auch im Bereich der Wirbelsäule.

Behandlung (Tumore, Metastasen, Knocheninstabilität, Wirbelkörper)

Die Schmerzen entstehen hierbei durch Einwachsen von Tumorzellen in Nervenfaser, durch Verdrängung von Nervenstrukturen durch das Tumorwachstum oder durch eine Instabilität des Knochens oder der Wirbelsäule. Die Knocheninstabilitäten nach Tumor oder Metastasen entsteht, da durch den Tumor oder die Metastasen Knochensubstanz abgebaut und der Knochen, respektive der Wirbelkörper, derart geschwächt wird, dass er nicht mehr die nötige Stabilität aufweist. Darum ist es wichtig, gerade bei diesen Erkrankungen interdisziplinär zu besprechen, was für verschiedene Therapieoptionen – sei es Chemotherapie, Bestrahlung oder Operation – zur Behandlung dieser Schmerzen zu Verfügung stehen.

Oftmals greifen diese Therapien auch ineinander, wobei wir am Universitätsspital Zürich dann den optimalen Ablauf aufeinander abstimmen. So reagiert ein Schmerz aufgrund Infiltration von Nervenfasern in vielen Fällen durch eine spezialisierte Bestrahlung heutzutage sehr  gut, während Schmerz aufgrund einer klaren Instabilität oder eines sogenannten pathologischen Bruches operativ stabilisiert werden sollte. An der Klinik für Traumatologie am Universitätsspital Zürich werden hierzu regelhaft spezielle Carbonimplantate angewandt, welche nicht nur eine äußerst hohe Stabilität aufweisen, sondern durch die Röntgendurchlässigkeit auch bessere Bestrahlungsplanungen mit gezielteren und genaueren Techniken zulässt und im Gegensatz kaum Störungen in den Kontrolluntersuchungen hinterlässt. Dadurch entsteht unseren Patientinnen und Patienten ein wichtiger Vorteil in der Nachbehandlung.

Ebenso nutzen wir andere Verfahren um den Schmerz abhängig vom Krankheitsstadium zum besten Wohle der Patientinnen und Patienten, wenn immer möglich, minimalinvasiv zu behandeln. Dies können durch kleine Schnitte (minimalinvasive Chirurgie) eingebrachte Implantate am Knochen oder auch der Wirbelsäule sein, oder eine spezielle Hitzeverödung durch kleine Stiche eingebrachte Sonden, wodurch Tumor und das Metastasengewebe verödet, und im gleichen Eingriff mittels Knochenzement aufgefüllt sowie stabilisiert wird.

Interdisziplinären Therapieplanung

Im Rahmen der interdisziplinären Therapieplanung wird das Behandlungskonzept exakt auf die jeweilige Patientin und den jeweiligen Patienten in ausführlicher Besprechung mit Patientinnen und Patienten und Angehörigen festgelegt.

Weitere Gründe für ein operatives Vorgehen bei klarer Knocheninstabilität bei Tumoren und Metastasen kann ein fehlendes Ansprechen auf die konservative Therapie (Bestrahlungstherapie, Chemotherapie) sein oder auch das Auftreten von neuen Nervenausfällen, welche sich im Sensibilitätsstörung oder Lähmungen äußern kann. Auch weiteres Wachstum unter der konservativen Therapie macht unter anderem eine Operation zeitweise nötig. Am Universitätsspital Zürich wurde für dringlichste Fälle, bei dem Metastasen oder ein Tumor auf das Rückenmark drückt und zu einer Querschnittlähmung führt, ein spezieller Behandlungs- und Reaktionsplan von den Kliniken für Onkologie, Neurochirurgie, Radioonkologie, Neurologie und Traumatologie entwickelt, der sicherstellt, dass 24/7 eine Ansprechpartnerin oder ein Ansprechpartner intern und extern sowie die benötigte Notfalldiagnostik verfügbar ist, um in diesen onkologischen Notfällen schnellstmöglich intervenieren zu können. In bis zu 20 % aller Fälle ist das Auftreten dieser Metastasen im Bereich der Wirbelsäule das erste Anzeichen für ein bösartiges Leiden. Große Studien haben gezeigt, dass ein schnelles Handeln diese Lähmungen sogar komplett wieder rückgängig machen können.

Das oberste Ziel aller Behandlungstechniken ist es, die Lebensqualität lange hoch zu halten, um dem Patienten mit Tumorleiden die Selbstständigkeit zu Hause im Kreise der Familie zu ermöglichen.

Verantwortliche Fachperson

Kai Sprengel, PD Dr. med.

Leitender Arzt, Klinik für Traumatologie
Leitender Arzt, Wirbelsäulenzentrum

Spezialgebiete: Wirbelsäulen- und Beckentraumatologie, Tumormetastasen des Bewegungsapparates
Tel. +41 44 255 23 99

Für Patientinnen und Patienten

Sie können sich als Patientin oder Patient nicht direkt zu einer Konsultation anmelden. Bitte lassen Sie sich durch Ihren Hausarzt, Ihre Hausärztin, Ihren Spezialisten oder Ihre Spezialistin überweisen. Für Fragen nutzen Sie unser Kontaktformular.

Für Zuweisende

Universitätsspital Zürich
Klinik für Traumatologie
Disposition
Rämistrasse 100
8091 Zürich

Tel. +41 44 255 27 30