Institut für Pathologie und Molekularpathologie

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Autopsie

Das Institut für Pathologie und Molekularpathologie führt klinische Autopsien zur Feststellung der Todesursache und zu gutachterlichen Fragestellungen (Berufskrankheit) durch. Ziel der Autopsietätigkeit ist die Qualitätssicherung der ärztlichen Massnahmen.

Auftraggeber und Auftraggeberinnen können behandelnde Ärzte und Ärztinnen im Spital, Hausärzte, Hausärztinnen oder Versichernde (u.a. SUVA) sein. Hierfür ist die Zustimmung der verstorbenen Person zu Lebzeiten oder durch die Angehörigen obligatorisch. Letztere können nur mit Anmeldung durch den behandelnden Arzt, die behandelnde Ärztin, den Hausarzt oder die Hausärztin eine Autopsie veranlassen.

Die erhobenen Befunde werden im Rahmen einer klinisch-pathologischen Fallbesprechung interdisziplinär diskutiert und leisten damit einen wichtigen Beitrag in der Qualitätssicherung der klinischen Medizin.

Das Institut für Pathologie und Molekularpathologie ist akkreditiert nach ISO 15189, ISO/IEC 17020 und ISO/IEC 17025.

Was ist eine Autopsie?

Eine Autopsie (auch als Obduktion oder Sektion bezeichnet) ist eine eingehende äussere und innere Untersuchung des Verstorbenen, ähnlich einer grossen Operation beim Lebenden. Sie wird von einem speziell ausgebildeten Arzt, dem Pathologen, oder einer Pathologin unter Wahrung der Würde der verstorbenen Person durchgeführt. Dabei wird der Leichnam eröffnet, damit die inneren Organe zunächst mit dem blossen Auge untersucht werden können. In einem nächsten Schritt werden aus den einzelnen Organen kleine Gewebeproben entnommen, die später unter dem Mikroskop untersucht und beurteilt werden. Zuletzt wird der Körper des Verstorbenen, wie bei einer Operation, wieder verschlossen. Die Dauer einer Autopsie beträgt in der Regel ca. zwei bis drei Stunden.

Warum eine Autopsie?

Es gibt mehrere und vielfältige Gründe, warum eine Autopsie in Betracht gezogen wird.

Aus der Sicht der Familie

  • Auffinden der Todesursache
  • Beantwortung von Zweifeln (seien es eigene Schuldgefühle, etwas verpasst zu haben, oder die Frage, ob die Ärzte und Ärztinnen etwas übersehen haben könnten)
  • Vorsorge, Früherkennung und Behandlung von eventuell noch nicht bekannten Erbkrankheiten
  • Klärung von Versicherungsfragen bei berufs- oder unfallbedingten Erkrankungen

Aus der Sicht der Ärzte und Ärztinnen

  • Feststellung der Todesursache und Nachweis von unbekannten Erkrankungen
  • Überprüfen der Richtigkeit und Vollständigkeit der vor dem Tod gestellten Diagnosen
  • Beurteilung der Wirkung und allfälliger Nebenwirkungen einer Therapie
  • Erkennen von Behandlungs- und Operationsfehlern
  • Nutzen der durch die Autopsie gewonnenen Erkenntnisse für zukünftige Patienten und Patientinnen (Vorsorge, Therapie)
  • Entdeckung «neuer» Krankheiten

Autopsie: Ja oder Nein? - Rechtliche Grundlagen

Eine Autopsie muss durchgeführt werden, wenn die Strafverfolgungsbehörden eine Autopsie zur Aufdeckung strafbarer Handlungen anordnen. In diesem Fall wird die Autopsie nicht von einem Pathologen oder einer Pathologin, sondern einem Gerichtsmediziner oder einer Gerichtsmedizinerin durchgeführt. Eine Autopsie muss auch dann durchgeführt werden, wenn der Verdacht auf eine Krankheit besteht, die eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. In beiden Fällen können die Angehörigen ihre Zustimmung zur Autopsie nicht verweigern. Abgesehen von diesen beiden Ausnahmefällen wird eine Autopsie nur dann durchgeführt, wenn die Zustimmung entweder durch den Verstorbenen oder durch die Angehörigen vorliegt. Eine solche Zustimmung vom Patienten oder von der Patientin selbst kann bereits zu Lebzeiten schriftlich festgehalten werden. Sollte dies nicht der Fall sein, so werden die Angehörigen meist vom letztbehandelnden Arzt  oder der letztbehandelnden Ärztin gefragt, ob sie einer Autopsie zustimmen.

Verantwortliches Kader

Zsuzsanna Varga, Prof. Dr. med.

Leitende Ärztin, Institut für Pathologie und Molekularpathologie
Koordinatorin, Brustzentrum

Tel. +41 44 255 24 49

Michael Reinehr, Dr. med.

Oberarzt, Institut für Pathologie und Molekularpathologie

Tel. +41 44 255 25 05

Daniela Meir

Präparatorin, fachliche Leitung, Institut für Pathologie und Molekularpathologie

Präparatoren und Präparatorinnen

Tel. +41 44 255 25 91

Montag bis Freitag 8.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 16.00 Uhr

Anmeldeinfos für externe Anmeldung

Formular ausfüllen und per Mail senden (bitte sichere HIN Mail verwenden). Transporte von extern bitte telefonisch voranmelden.

Formular Anmeldung Autopsie

Auskunft für Bestatter und Bestatterinnen

Bestattungsbüro USZ

Tel. +41 44 255 28 19

Präparatoren und Präparatorinnen: +41 44 255 25 91
Sekretariat: +41 44 255 25 11

Befund Auskunft

Sekretariat Pathologie
Universitätsspital Zürich
Institut für Pathologie und Molekularpathologie
Schmelzbergstrasse 12
8091 Zürich

Die Befundübermittlung ist schriftlich oder per E-Mail möglich.

Tel. +41 44 255 25 11