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Autoptische Diagnostik

Autoptische Diagnostik

Eine Verbesserung der Diagnostik und der Überwachung der TSE ist nur mit einer engagierten Zusammenarbeit aller involvierten Ärzten und Kliniken der Schweiz zu erzielen. Der organisatorische Aufwand ist jedoch nicht unerheblich, auch müssen die Kosten vom jeweiligen Kanton getragen werden (daher ist die Zustimmung der Kantonsärztinnen oder Kantonsärzte erforderlich).

Bei einer Autopsie eines Verdachtsfalles einer menschlichen Prionenerkrankung bestehen folgende Organisationsmöglichkeiten der CJD-Diagnostik:

Transport des Leichnams nach Zürich

Diese Möglichkeit wird deswegen bevorzugt und ist besonders zu empfehlen, da das NRPE über ein Biosicherheitslabor (Stufe BSL3) verfügt. Dies ermöglicht eine Sektion und eine Aufarbeitung des Materials nach optimalen Kriterien. Vor einem interkantonalen Transport des Leichnams, sollte jedoch der jeweilige Kantonsarzt informiert werden.

Wegleitung Ablauf Autoptische Untersuchung

Versand des Autopsiematerials

Das NRPE bittet jedes histopathologische Institut, welches eine Autopsie bei TSE-Verdacht intra muros durchführen möchte, möglichst die im NRPE-Samplingprotokoll aufgeführten Hirnregionen und übrigen Organe zu asservieren und im gefrorenem, so wie im fixiertem und Ameisensäure behandeltem Zustand (spezielle Wegleitung) nach Zürich zu senden. Auch ist es sehr wichtig, alle zur Verfügung stehenden Patientenunterlagen oder das ausgefüllte ‘Case Registration Sheet’ beizulegen. Beim Versand unbedingt die Verpackungsanweisungen und die Richtlinien der Internationalen Postvereinigung für den Transport von gefährdenden biologischen Materialien beachten.

Vor-Ort-Sektion

In Ausnahmefällen kann das NRPE eine wissenschaftlich-diagnostische Sektion von Verdachtsfällen von CJD, nvCJD, GSS oder FFI auch vor Ort durchführen. Eine entsprechende Guideline wurde von uns verfasst und kann an dieser Stelle heruntergeladen werden (CJD Autopsy Guidelines). Aufgrund der Biosicherheitsproblematik ist es in der Regel aber besser, die Sektion in Zürich durchführen zu lassen. Bitte kontaktieren Sie so früh wie möglich die dafür verantwortliche Person in Zürich.
Tel +41 44 255 21 05

Case Registration Sheet

Wissenschaftliche Verwertung der Untersuchungsergebnisse

Die Pathogenese der menschlichen Prionenerkrankungen ist nach wie vor nicht restlos geklärt. Aus diesem Grund sind wissenschaftliche Untersuchungen von enormer Wichtigkeit. Das NRPE beschäftigt sich intensiv mit wissenschaftlichen Fragestellungen bezüglich der Pathogenese der Creutzfeldt-Jakob’schen Erkrankung.

Das NRPE betrachtet die gemeinsame diagnostische Tätigkeit mit den einsendenden Klinikern und Pathologen als eine vollwertige, paritätische wissenschaftliche Kooperation. Aus diesem Grund werden wissenschaftliche Ergebnisse vom NRPE nur unter Beteiligung und nach Rücksprache mit den einsendenden Institutionen in Form von Publikationen verwertet. Wir hoffen, damit dem hohen organisatorischen Aufwand gerecht zu werden, welcher den einsendenden Institutionen durch die Kooperation mit dem NRPE erwächst.

Ansprechperson

Adriano Aguzzi, Prof. Dr. med.

Institutsdirektor, Institut für Neuropathologie
Direktor, Institut für Neuropathologie, Universitäres Zentrum für Labormedizin und Pathologie (UZL)

Spezialgebiete: Diagnostik von Krankheiten des zentralen und peripheren Nervensystems und der Skelettmuskulatur, Nationales Zentrum für menschliche Prion-Erkrankungen (NRPE/NHUP)
Tel. +41 44 255 21 07

Auskunft und Anmeldung

Universitätsspital Zürich

Institut für Neuropathologie

Nationales Referenzzentrum für Prionenerkrankungen

Sekretariat Neuropathologie

Schmelzbergstrasse 12

8091 Zürich

Tel. +41 44 255 20 18