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Chirurgische Verfahren bei terminaler Herzinsuffizienz: Herztransplantation und künstliche Ventrikel

Herztransplantation bedeutet das Verpflanzen des gesunden Herzens eines hirntoten Spenders oder einer hirntoten Spenderin in einen schwerst-herzkranken Patienten oder eine schwerst-herzkranke Patientin. Sie ist eine Behandlungsmöglichkeit für Patienten und Patientinnen, deren Herzfunktion trotz ausgeschöpfter Behandlung mit Medikamenten so schwer vermindert ist, dass sie bei geringster Anstrengung oder schon in Ruhe an Atemnot leiden.

Die Lebenserwartung solcher Patienten und Patientinnen ohne Transplantation wird in der Regel als weniger als ein Jahr geschätzt. Die Herztransplantation hat sich als Routine-Eingriff in der Schweiz seit 1985 etabliert. In Zürich sind seit 1985 mehr als 500 Herztransplantationen durchgeführt worden. Die Sterblichkeit innerhalb eines Jahres nach der Transplantation beträgt nur etwa zehn bis fünfzehn Prozent. Viele Patienten und Patientinnen erreichen heute eine Überlebenszeit von über 15 bis 20 Jahren.

Der operative Eingriff ist nicht komplizierter als andere Herzoperationen, vorausgesetzt es handelt sich um einen Ersteingriff. Bei Patienten und Patientinnen, die vor der Herztransplantation bereits einen anderen Eingriff erhielten oder allenfalls Träger oder Trägerin eines Kunstherzens sind, ist die Transplantation deutlich risikoreicher.  Nach der Operation bleiben die Patienten und Patientinnen in der Regel zwei bis vier Tage auf der Intensivstation, dann noch zwei bis drei Wochen auf der normalen Bettenstation. Während dieser Zeit müssen vor allem die Medikamente zur Unterdrückung der Abstossung eingestellt werden. Meist ist der Patient oder die Patientin kurz nach Spitalaustritt leistungsfähiger als vor der Operation. Im Laufe von zwei bis drei Monaten erreicht er oder sie wieder eine normale Belastbarkeit und eine gute Lebensqualität. In der Regel kann auch die Arbeit wieder aufgenommen sowie Sport ausgeübt werden. Lebenslängliche und sehr regelmässige Kontrollen beim spezialisierten Kardiologen, der spezialisierten Kardiologin, bei der Hausärztin oder beim Hausarzt sind wichtig.

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