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Leberzirrhosetherapie

Die Behandlungen bei Leberzirrhose hängen immer von der jeweiligen Ursache ab. Ohne Therapie wird immer mehr Lebergewebe zerstört und die Leber verliert ihre Funktion. Die Leberzirrhose ist zwar nicht heilbar, aber das Fortschreiten lässt sich oft noch mit Therapien bremsen. Auch Komplikationen lassen sich therapeutisch oft verhindern.

Behandlungen bei Leberzirrhose

  • Alkohol ist der häufigste Auslöser der Leberzirrhose, und die Therapie Nummer eins lautet daher: konsequent und lebenslang auf Alkohol verzichten.
  • Im Fall der nicht-alkoholischen Fettleber sollten Patienten Übergewicht abbauen. Dies gelingt am besten mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung. Zudem sollten sie einen beginnenden Diabetes, Bluthochdruck und erhöhte Blutfette behandeln lassen.
  • Darüber hinaus gilt es, alle leberschädigenden Substanzen zu meiden.
  • Gegen die Hepatitis B und C gibt es verschiedene Medikamente, die an den Hepatitis-Viren ansetzen. Dank neuer Arzneien ist die Hepatitis C heute sogar fast immer heilbar.
  • Vererbte Stoffwechselerkrankungen lassen sich ebenfalls mit Medikamenten und anderen Methoden behandeln.
  • Lebertransplantation, wenn alle anderen Behandlungen ausgeschöpft sind.

Ernährung als Therapie bei Leberzirrhose

Die Ernährung ist für Menschen mit einer Leberzirrhose besonders wichtig. Denn einerseits ist der Energie- und Eiweissbedarf des Körpers erhöht und andererseits kann der Organismus die aufgenommenen Nährstoffe weniger gut verwerten. Viele haben zudem keinen Appetit, leiden unter Übelkeit und es besteht die Gefahr, dass sie viel Gewicht verlieren und abmagern. Doch die Mangelernährung schwächt den Körper noch weiter.

Es gilt daher, viele Kalorien (täglich 35 bis 40 Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht) und Eiweisse (täglich 1 bis 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht) zu sich zu nehmen. Es gibt empfehlenswerte und weniger günstige Eiweisslieferanten. Gut sind Eiweisse aus Milch und Milchprodukten sowie pflanzlichen Quellen wie Gemüse, Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen), Getreide oder Soja (Tofu). Sie belasten die Leber weniger als Eiweisse aus Fleisch, Fisch oder Eiern.

Sparsam sollten Sie bei einer Leberzirrhose auch mit Salz umgehen. Es bindet Wasser im Körper und kann Wasseransammlungen begünstigen. Konsumieren Sie nicht mehr als fünf Gramm Salz pro Tag. Achtung: In vielen Fertigprodukten ist mehr Salz „versteckt“, als man vermutet.

Wenn Sie keine normale Nahrung mehr zu sich nehmen können, eignet sich hochkalorische Spezialnahrung. Sie besitzt schon eine besondere Zusammensetzung, die auf die Bedürfnisse des Körpers zugeschnitten ist.

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Universitätsspital Zürich
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