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Analfistelbehandlung

Anafisteln sind dünne Röhren oder Gänge, die Neben dem Schliessmuskel eine Verbindung zwischen Darm und Haut herstellen. Die Behandlung der einer Analfistel besteht in einer Operation. Nur sehr selten heilt sie ohne Therapie wieder aus.

Es gibt verschiedene Operationstechniken. Welche Methode Chirurginnen und Chirurgen einsetzen, hängt vom Typ der Analfistel, ihrem Verlauf und besonders in Bezug zum Schliessmuskel ab. Ziel ist es immer, die Funktion des Schliessmuskels zu erhalten und die Analfistel dauerhaft zu heilen.

Stammzelltransplantation bei Morbus Crohn

Die Stammzelltransplantation ist eine neue Behandlungsmöglichkeit für Analfisteln, die sich für Menschen mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn eignet. Während der Operation verschliesst die Chirurgin oder der Chirurg die innere Fistelöffnung mit einer Naht. Anschliessend injiziert sie oder er die Stammzellen in die Schleimhaut um die innere Fistelöffnung und ins Gewebe um den Fistelgang herum. Sie senden Botenstoffe ins umliegende Gewebe, welche die Entzündung dämpfen und das Immunsystem unterstützen. Bei einer erfolgreichen Therapie entsteht so neues Gewebe und die Fisteln heilen ab.

Die Stammzellen werden aus dem Fettgewebe eines Spenders entnommen. Im Labor werden sie angezüchtet und aufbereitet. Insgesamt sind es vier Injektionen mit insgesamt 120 Millionen Stammzellen. Im Gegensatz zu anderen Transplantationen müssen Patientinnen und Patienten anschliessend keine Medikamente einnehmen, welche das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva). Denn die Stammzellen wirken nur vor Ort und nicht im gesamten Körper.

Eine internationale Studie, die Ärztinnen und Ärzte an 49 Kliniken in Europa und Israel durchgeführt haben, zeigte sehr gute Ergebnisse. Bei 56 Prozent der Patientinnen und Patienten liess sich nach einem Jahr eine vollständige Heilung feststellen.

Fibrinkleber

Bei dem Verschluss der Analfistel mit Fibrinkleber reinigt die Ärztin oder der Arzt den Fistelgang und füllt ihn dann mit Fibrinkleber auf. Die Methode kann allerdings heutigen wissenschaftlichen Überprüfungen nicht mehr standhalten. Die Heilungsraten liegen bei höchstens 20 Prozent.

Fadeneinlage (Seton)

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung von Analfisteln ist die Einlage von dünnen Fäden, sogenannte Setons. Diese Methode ist schon seit langem bekannt. Setons sorgen dafür, dass das Sekret kontinuierlich nach aussen abfliessen kann. Diese Methode wenden Ärztinnen und Ärzte vor einem weiteren Eingriff an. Setons sind kaum spürbar. Die Fadeneinlage eignet sich auch bei komplexen Analfisteln oder zur dauerhaften Drainage.

Fistelverschluss mittels LIFT

Das Kürzel LIFT steht für engl. „Ligation of Intersphincteric Fistula Tract“. Die Operateurin oder der Operateur stellt den Fistelgang zwischen den beiden Schliessmuskeln dar, unterbindet ihn und durchtrennt ihn in der Mitte. Den äusseren Anteil des Fistelgangs entfernt sie oder er bis zum Schliessmuskel.

Die LIFT-Operation eignet sich nur für Analfisteln, die durch den inneren und äusseren Schliessmuskel ziehen (transsphinktere Analfisteln, Typ II). Die LIFT-OP erzielt ebenfalls gute Ergebnisse.

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Universitätsspital Zürich
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