Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung

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Fettstoffwechselstörung-Behandlung

Eine Behandlung zielt darauf ab, die Blutfettwerte und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten zu senken. Grundsätzlich trägt eine gesunde Lebenshaltung dazu bei, den Fettstoffwechsel zu regulieren. Je nach familiärer Veranlagung ist dies aber nicht ausreichend, und es sind zusätzlich Medikamente notwendig, um die Blutfettwerte zu senken.

Fettstoffwechselstörung: Das können Sie tun

Begleitend zu einer medikamentösen Behandlung sind weitere gesundheitsfördernde Massnahmen wichtig, um die Blutfettwerte zu verbessern und das Herz-Kreislauf-Risiko zu senken. Dazu gehören etwa:

  • Übergewicht abbauen
  • Rauchen aufhören
  • Alkoholgenuss einschränken
  • regelmässige körperliche Bewegung

Die Ernährung spielt eine herausragende Rolle bei einer Fettstoffwechselstörung. Der Fokus sollte auf Lebensmitteln liegen, welche arm an tierischen Fetten sind. Empfehlenswert sind:

  • Fisch und Geflügel (ohne Haut)
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren in pflanzlichen Ölen
  • keine oder magere rote Fleisch- und Wurstwaren
  • Milchprodukte mit reduziertem Fettgehalt
  • ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Vollkorn-Brot, Kartoffeln, Früchte, Gemüse, Salat
  • fettarme Zubereitungsmethoden wie zum Beispiel Dünsten statt Braten

Interdisziplinäres Team

Am USZ werden Lipidstoffwechselstörungen unter der Verantwortung anerkannter Experten in diesem Gebiet durchgeführt. Die Behandlung komplexer Fälle erfolgt im interdisziplinären Team, das heisst Fachleute verschiedener Fachrichtungen (Stoffwechselspezialistinnen und Stoffwechselspezialisten, Herzspezialistinnen und Herzspezialisten, Gefässspezialistinnen und Gefässspezialisten) besprechen die Fälle und finden einen bestmöglichen Therapievorschlag.

Fettstoffwechselstörung: Das können wir am USZ tun

Zusammen mit Massnahmen des Lebensstils werden bei Fettstoffwechselstörungen oft Medikamente eingesetzt, um eine optimale Wirkung zu erreichen. Folgende auch kombinierbare Wirkstoffe stehen im Vordergrund und kommen bei einer medikamentösen Therapie einer Fettstoffwechselerkrankung in Frage:

  • Statine (Cholesterin-Synthese-Hemmer zur Senkung erhöhter Blutcholesterinwerte): z.B. Pravastatin, Simvastatin, Atorvastatin oder Rosuvastatin
  • Cholesterin-Aufnahme-Hemmer (hemmen die Cholesterinaufnahme im Darm): Ezetimib; wird häufig kombiniert mit Statinen
  • PCSK9 Hemmer (neuartige Medikamente, welche den Abbau von ungünstigen Cholesterinpartikeln födern): z.B. Evolocumab, Alirocumab
  • Fibrate (vor allem zur Senkung der Triglyceride): z.B. Fenofibrat
  • Omega-3-Fettsäuren (mehrfach ungesättigte Fettsäuren; vor allem zur Senkung der Triglyceride)

Diese Medikamente können Ihre Blutfettwerte verbessern. Sie verhindern oder verringern damit Ablagerungen in Gefässen und verlangsamen so Gefässverengungen, beugen Herzinfarkt und Schlaganfall vor. In sehr seltenen Fällen gibt es auch die Möglichkeit durch eine Blutwäsche (Lipidapherese) ungünstige Blutfettpartikel aus dem Blut zu entfernen.

Verantwortlicher Kaderarzt

Philipp Gerber, PD Dr. med.

Klinischer Leiter Endokrinologie , Adipositas Zentrum Zürich
Leitender Arzt, Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung

Spezialgebiete: Übergewicht und Adipositas, Fettstoffwechselstörungen, Klinische Ernährung
Tel. +41 44 255 36 20

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