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MammaCT

Story

Brustuntersuchung ohne Schmerzen

18. Dezember 2018

Jede achte Frau erkrankt im Verlauf ihres Lebens an Brustkrebs. Wird er früh erkannt, stehen die Überlebenschancen gut. Am Universitätsspital Zürich können sich Patientinnen nun mit einer Mammographie ohne die schmerzhafte Kompression der Brust untersuchen lassen: dank der Weltneuheit „Mamma-CT“.

Wer sich schon einmal einer Mammographie unterzogen hat, weiss: Die Röntgenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs kann sehr schmerzhaft sein. Denn die Brust wird durch zwei strahlendurchlässige Plexiglasplatten fixiert, woraufhin Druck ausgeübt wird. Das Universitätsspital Zürich kann nun als weltweit erstes Institut Mammographien ohne Kompression erstellen – dank eines sogenannten Spiral-Computertomographie-Geräts (kurz: Mamma-CT). Die Untersuchung erfolgt dabei im Liegen und nicht mehr im Stehen. Die Strahlendosis ist mit derjenigen von herkömmlichen Methoden vergleichbar.

Keine Angst mehr vor Schmerzen

Professor Andreas Boss, Leitender Arzt am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des USZ, weiss, dass die Vorsorgeuntersuchungen für viele Frauen eine emotionale Angelegenheit sind. „Einerseits ist da die verständliche Angst, an Brustkrebs zu erkranken“, sagt er. „Andererseits sorgen sich viele vor der Untersuchung an sich.“ Es komme vor, dass Frauen nach schmerzhaften Erfahrungen mit der herkömmlichen Methode nicht wiederkämen. Es wäre demnach viel erreicht, wenn das neue Gerät dafür sorgt, dass sich mehr Frauen einer Vorsorgeuntersuchung unterziehen lassen – so dass Brustkrebs häufiger erkannt und behandelt werden kann. Boss ist aufgrund der ersten positiven Erfahrungen überzeugt, dass das Mamma-CT durch eine höhere Sensitivität auch bessere Resultate liefert. Es werde aber noch einige Jahre dauern, bis genügend Daten vorhanden sind, um dies wissenschaftlich zu belegen.

Keine zusätzlichen Kosten

Die Kostenübernahme der Krankenkassen für ein Mamma-CT entspricht jener für eine  herkömmliche Mammographie. Die Vorsorgeuntersuchungen, die in manchen Kantonen (so zum Beispiel auch im Kanton Zürich) im Gegensatz zu den diagnostischen Untersuchungen noch nicht von den Krankenkassen übernommen werden, sind also für die Patientinnen nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden. Das UniversitätsSpital Zürich bietet neben der neuen Untersuchung mit dem Mamma-CT nach wie vor auch die herkömmlichen Methode mittels Tomosynthese an.

Regelmässiges Screening empfohlen

Jede achte Frau erkrankt im Verlauf ihres Lebens an Brustkrebs. Je früher dieser entdeckt wird, desto besser sind die Überlebenschancen. Neben der Selbstuntersuchung gilt die Mammografie als wichtigste Methode, um Brustkrebs zu erkennen – noch bevor Symptome auftreten. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass dank Mammografie-Screening die Todesfälle durch Brustkrebs reduziert werden – so werden gegen 80 Prozent aller bösartigen Tumore in der Brust erkannt. Besonders für Frauen ab 50 Jahren wird deshalb empfohlen, rund alle zwei Jahre eine solche vornehmen zu lassen.

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Behandelnder Fachbereich

Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie